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Gespieltes

 Gespieltes: 

„als hätten Seidenraupen Goldfäden gekackt“ - ein LeseDJSET  nach der Geschichte Chimo "sagt Lila“ für Erwachsene.

(2016)



Chimo ist 19, Lila ist 16, als sie sich begegnen. Ihre Sprache ist die der Straße, ihre Annäherung zart und ihre Liebe zerbrechlich.
Sie haben kein Heim für das, was sie leben.
Aber Chimo schafft den Worten ein Zuhause. Er lässt sie abends aufs Papier gleiten. Leiht dem Stift die Stimme Lilas. Geht auf die Reise mit ihr in seiner Phantasie. Die ist niemals so hart wie die Wirklichkeit, auf die sie trifft.


"Porno oder Nichtporno weiß ich nicht", sagt Chimo und wir sagen das auch. Es ist viel mehr als eine pornographische Lesung. Es ist ein sehr heutiges Bild, das die Enge der begrenzten Möglichkeiten sprengen will und es am Ende doch nicht schafft.
Es ist ein Plädoyer für die aufrichtige Liebe.

 

Mitwirkende: Rüdiger Schlögel - Chimo, Solvig Frey - Lila,

musikalische Untermalung: DJ Veyx

sprachliche Dramaturgie: Philipp Schaller

 

Premiere: 24., 25.2.2016, Projekttheater Dresden

                        

 "Hetären und andere Weibereien" (2016)

eine Kunstkellerrevue zum 20jährigen Bestehen der Galerie Kunstkeller

Mitwirkende: Fräulein B.Engel, Kristin Rudloff, Solvig Frey

Piano: Christian Mögel

 

 

 

 

 

„Seemannsbraut“ (2013/2014)

 


 

Mar-Intimes, eine moderne Undine-Erzählung, in der „Schweres leicht und Hohles voll, Nasses trocken, Fades toll und nichts so ist, wie es soll.“ – (Franzobel).
Denn in einer Geschichte über Treue werden Seejungfrauen geweckt, Matrosen Kiel geholt, Korallen gepflückt und Galionsfiguren geopfert.
Da schlagen die Wellen hoch, weil die ehemalige Gespielin Neptuns zu fest an das irdische Glück glaubt.  Und wenn Leichtmatrose Dadeldu  Herzen erobert, singt Undine sirenengleich.
Lieder und Geschichten, die das Leben – nicht nur auf dem Meer – schreibt, vereinen sich zu einem märchenhaften Reigen.
Ob im „Logbuch der Treue“ nur gelogen wird, also der Klabautermann am Werk war, dies bleibt allerdings im Auge des Betrachters…

Piano: Christian Mögel

Premiere:26.4.2013


 

"Der Klopfgeist" - ein Liederabend (2008 - 2014)

Möchten Sie Schokolade oder doch lieber einen Mann? Wussten Sie schon, was ein Vamp alles so sammelt? Oder denken Sie, er will nur mit Ihnen spielen? Falls es ihm nicht an Sexappeal mangelt und er dem Keuschheitsverein beigetreten ist, werden Sie dies und andere Sonderbarkeiten, live vorgetragen von Fräulein B.Engel (Gesang), Christian Mögel (Piano) und Solvig Frey (Wort) erleben.
Also: keine spirituelle Sitzung, sondern mehr oder weniger bekannte frivole Couplets, Schlager, Lieder und Gedichte aus vergangener und heutiger Zeit.

 

 

Gesang: Fräulein B.Engel

Wort: Solvig Frey

Piano: Christian Mögel

 

"Spiel mit mir!" (2011/2012)

"Was macht man, wenn man mit jemandem zusammen ist? Woran erkennt man, wann man eine Beziehung und wann bloß ein gemeinsames Spiel hat? Und warum kann ein gemeinsames Spiel nicht Basis und Inhalt einer Beziehung sein? Und ist „zusammen sein“ mehr wert als „bloß“ miteinander spielen?"

Wanda ist eine lebenshungrige Frau, die dem vergeistigten, dabei in seiner Sinnesfähigkeit sehr reizbaren Severin begegnet. Ihr Ideal: Freude ohne Schmerz trifft auf seines der Schmerzen erduldenden Liebe.
Sacher-Masoch zeichnet in seiner Novelle von 1870 das Wechsel-Spiel der Macht (sowohl die der lustvollen Unterwerfung als auch die der lustbringenden Dominanz) und bringt dabei als wesentliches Spielelement den Fetisch in Form des Pelzes und der  Peitsche mit ein.
Während das „Spiel“ in „Venus im Pelz“ in einem Vertrag gipfelt, erleiden seine Protagonisten dabei allerlei Blessuren.

Das „Spiel“ hat jedoch nach wie vor nichts von seiner geheimnisvollen Aura eingebüßt.

Eine Lese-Performance mit Solvig Frey und Tim Kipke unter Verwendung und freien Erzählung der Geschichte „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch sowie anderen Texten und musikalischer Untermalung -  Cajon: Tim Kipke Flöte: Solvig Frey

Premiere war am 20.5.2011

"Hetärengespräche" - Tretet ein, hier wohnet die Lust : 2009-2012

Man nannte nicht nur die für Geld käuflichen Frauen „Hetären“, ein Ausdruck, den man mit „Lebensgefährtinnen“ oder „Freundinnen“ übersetzen kann, sondern sprach und schrieb auch offen und unbefangen über diese Priesterinnen der Venus, und die ungeheure Rolle, die sie im privaten Leben spielten, spiegelt sich auch in der Literatur der Griechen wieder.

 

Gesang, Spiel und Flötentöne, außerdem sinnliche Schattenspiele und Texte im Wechsel von Antike und Gegenwart, das sind unsere Hetärengespräche.

 

 

Bei OVID hieß es:

Ich geniere mich fast, vom Intimsten zu sprechen, doch Venus spricht voller Güte: „Was Scham? Grade dies ist mein Beruf.“
Alles muss euch bekannt sein, wählt Stellungen aus, die sich eignen,
nicht jede Haltung des Leibs passt für jede Figur.

aber:

"...in Frau Wolfs Salon sagt man nie Pardon, wenn der Drang Sie übermannt, werden Sie hier fulminant entspannt" (aus dem Musical"Elisabeth")

Darum folget uns und tretet ein, denn: „HIER WOHNT DIE LUST“ - HIC HABITAT FELICITAS

Die "Hetären" im Spiel: Kristin, Annett, Solvig sowie am Piano: Christian.

 


 

"Die Versuchung der Maria" (2010):


"...Maria wartet auf einen Anruf. Ihr Bruder hatte ihr eine Überraschung zu ihrem 35. Geburtstag versprochen. Er meinte, das wäre schon immer ihr heimlicher Wunsch gewesen und sie würde begeistert sein. Wochenlang nervte er sie jetzt schon damit. Und nun meldet er sich nicht. Ausgerechnet heute.
Sie schreckt hoch, als sie den Klingelton hört: ein genuschelter Glückwunsch und eine sich verhaspelnde Stimme – ihr Bruder würde nicht vorbeikommen. Immerhin weiß sie jetzt, wo sie die versprochene Überraschung erwarten wird... Sie nimmt den Mantel und schlüpft in die schwarzen Pumps, wirft etwas Geld, Handy und Lippenstift in eine Tasche und schließlich auch den Schlüssel, nachdem sie die Tür hinter sich zugezogen hat.
Es ist ein warmer Herbsttag, die Sonne scheint für diese Jahreszeit ungewöhnlich lange. Begleitet von den letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages setzt sie ihren Weg nach der Bahnfahrt zu Fuß fort – ihr Ziel: Hotel Bella...

Eine Viertelstunde später bekommt sie vom Servicepersonal einen Zettel in die Hand gedrückt: Zimmer 515.
Die Tür öffnet automatisch. Sie hört eine Stimme aus dem Zimmer: “Hallo Maria!“ .  Sie zuckt zusammen, schaut sich um und betritt vorsichtig den Raum.
„Schließ die Tür“, hört sie dieselbe Stimme sagen. Da sie noch immer nicht weiß, woher die Worte kommen, bleibt sie wie angewurzelt stehen. „Schließ die Tür“, vernimmt sie erneut und plötzlich löst sich ihre Anspannung. „Geh zum Schrank und zieh das Kleid an“. Sie öffnet den Schrank und muss lächeln. Ist es das, was ihr Bruder meinte?...: Sie hat immer mal gesagt, wenn sie bis 35 noch allein wäre, dann ginge sie ins Kloster. Nun ja.  Die Stimme unterbricht ihre Gedanken...
„Setz dich, nimm die Fernbedienung und drück die „1“.“
Schnell wirft sie das Kostüm über und plötzlich verschwimmt vor ihr das Bild und sie fällt in eine Art Trancezustand, von dem sie nachher nicht mehr sagen kann, ob es Traum oder Realität war, was sie dabei erlebte."

Maria hat einen Traum. Diesem folgt sie auf nicht ganz reale Weise. Zwischen Literatur- und Filmzitaten erlebt sie einen Ausflug in eine andere Welt - fernab von Konsum, Freiheit und Selbstbestimmung sowie freizügiger Liebe.
Ein Plädoyer für die Lust irdischen Daseins.

 

Eine szenische Lesung von und mit Solvig Frey unter zauberhafter Mitwirkung von Duncan.

 

"Unter fremden Sternen" (2007/2008):

Eine Reise durch das Jahr mit dem Sternenkalender. Tierkreiszeichen bekommen ein eigentümliches Eigenleben, mal frech, mal freizügig, mal nachdenklich beschrieben und interpretiert von Solvig Frey, begleitet durch Tanz und den Zauber der Magie von Duncan.

 

"Halbrund der Apfelsine" (2005/2006):

Lyrik und Kurzprosa aus eigener Feder, erotisch und sinnlich wie die tänzerischen Performances von und mit Janett Noack sowie musikalischen Impressionen am Piano von Christian Mögel.