Kulturgesichter Dresden

Dem engagierten ehrenamtlichen Team der Aktion „Kulturgesichter Dresden“ ging es um das Sichtbarmachen von Kultur/Schaffenden/Ausübenden in einer Zeit, in der es kaum möglich war, dieser Arbeit/Mission/Leidenschaft nachzukommen. In einer Zeit, in der es nahezu unmöglich war Menschen echt, also live nahe zu kommen, außer vielleicht in digitalen Foren:   Ausstellungen blieben unbesucht – dafür wurden 3D-Modelle für virtuelle Besucher entwickelt. Tanzen konnte man zu gestreamten Veranstaltungen, in denen DJ’s in leeren Clubs oder im eigenen Studio/Zuhause Platten auflegten. Konzerte fanden meist unplugged im Studio/Wohnzimmer statt und wurden ebenfalls gestreamt. Und wenn es eine größere Bandbesetzung sein sollte, dann nur unter entsprechenden Hygieneauflagen und Testungen. Theater: digitale Versionen eroberten das Internet. Aber durchsetzen werden sie sich hoffentlich nicht, denn die Menschen brauchen die körperliche Nähe zu den Darstellern, sie brauchen die physische Kraft, die ihnen Theater mit Inhalten, aber vorallem mit seinen Schauspielern und den Ideen seiner Regisseure ganz live zu vermitteln vermögen, die Gänsehaut produzieren und Phantasien beflügeln.

Und auch wir, wir Darsteller/Kunstvermittler – wir brauchen die Nähe zu Euch. Wir sind auf der Bühne, vor der Bühne für Euch da, möchten Euch etwas NAHE bringen: Gedanken und Gefühle, neben der Auseinandersetzung mit  Generationskonflikten aber auch geniale Ideen, vor allem jedoch wollen wir Euch glückliche Momente bereiten.

Dafür habe auch ich an der Aktion von „Kulturgesichter“ teilgenommen, die es so nicht nur in Dresden, sondern auch in Leipzig und Chemnitz gab.

Ein spezieller Dank an dieser Stelle geht an Daniel Scholz für seine fotografische Arbeit in diesem Team und das Portrait von mir.

Am 13.August dürfen wir erstmals wieder mit unserer Lesung „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ von Sybille Berg im Theaterhaus „Rudi“ für Euch da sein. Das Leseteam frey&schlögel freut sich schon sehr auf Euch!