Theater

DER TAG, ALS MEINE FRAU EINEN MANN FAND
Eine Lesung
mit frey&schlögel                                                                                                                 nach dem Roman von Sibylle Berg

Leseregie: Detlef Nier

Chloe und Rasmus sind seit fast zwanzig Jahren verheiratet, alles ist bestens, man ist sich vertraut. Aber sollte das alles gewesen sein? Ein neues Projekt soll Rasmus aus seinem beruflichen Tief holen. Chloe glaubt fest an ihn. Doch plötzlich gerät ihrer beider Welt aus den Fugen, als Chloe auf Benny trifft.
Sibylle Berg stellt die Frage, die alle Paare irgendwann einmal beschäftigt:
Ist Sex lebensnotwendig? Oder doch eher die Liebe?

Sibylle Berg, Der Tag, als meine Frau einen Mann fand
© 2015 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München

Tonaufnahmen/Musik: Jens Bohm, Volker Fiebig

Layout: Juliane Seidel-Lehmann

Pressestimme:

Ungeniert offen, freimütig und herzzerreißend komisch erzählt Sibylle Berg in ihrem neuen Roman über ein Paar in der Midlife-Crisis, über Sex, Liebe und verlorene Träume. Abwechselnd kommen die zwei zu Wort in einer lustvoll-ironischen Lesung mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel, die Anfang September im Theaterhaus Rudi in Dresden zu erleben war.

Dafür geht es zwischen Chloe und Rasmus um so heftiger und schonungslos ehrlich zu. Sie sind seit 20 Jahren verheiratet und können es selbst nicht fassen. Abwechselnd erzählen sie, hören zu und denken laut nach über sich selbst, den Partner, ihre Ehe und was von ihren Träumen und Lebensvorstellungen geblieben ist. Staunend, spöttisch, sachlich, traurig, wütend, sanft, ernüchtert und herzzerreißend komisch sind ihre Betrachtungen und Beobachtungen, Erlebnisse und Erfahrungen, lebhaft Anteil nehmend gelesen von Solvig Frey und Rüdiger Schlögel…         Sibylle Berg ist bekannt für knappe Sätze, haarscharf, offen, direkt, pikant, provokant und trocken humorvoll. Nicht immer schön, tut auch weh. Aber auch sehr befreiend!…Es braucht etwas Zeit, in die Geschichte hineinzukommen (Leseregie: Detlef Nier) und natürlich wurde der Text gestrafft für die Lesung…Viel Beifall für eine lebendige, kurzweilige und lustvoll ironische Lesung und auch Anregung, dieses Buch von Sibylle Berg mal wieder in die Hand zu nehmen und intensiver einzutauchen in den unerschöpflichen Gefühls-Kosmos mit allen Höhen und Tiefen.

Lilli Vostry auf meinwortgarten.com

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„Dein Herz, Dein Körper, Deine Seele…“-Weihnachtspost berühmter Frauen und Männer,

gelesen von dem Literarischen Quartett Kristin Rudloff, Solvig Frey, Hans-Jürgen Scholz und Rüdiger Schlögel, am Piano: Christian Mögel

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„Wie Perlen auf einer Schnur“

Texte von Frauen, nicht nur für Frauen – eine Lesung mit musikalischer Begleitung durch Danny Leuschner am Akkordeon

Solvig Frey, Kristin Rudloff – Vortrag


„Capuccino nach 4 – eine literarische Melange“

Wenn sich Kaffeeduft verbreitet, die Aromen darum wetteifern Gaumen und Sinne zu erobern, sich Stimmen zu einem Kanon erheben und c-a-f-f-e-e singen, dann ist es soweit:
Wir laden ein zu einer sinnlich, literarischen Kaffeeverkostung:

schlögel&frey
(Rüdiger Schlögel: Kaffeesomelier und Solvig Frey)



„als hätten Seidenraupen Goldfäden gekackt“ – ein LeseDJSET  nach der Geschichte Chimo „sagt Lila“

Chimo ist 19, Lila ist 16, als sie sich begegnen. Ihre Sprache ist die der Straße, ihre Annäherung zart und ihre Liebe zerbrechlich.
Sie haben kein Heim für das, was sie leben.
Aber Chimo schafft den Worten ein Zuhause. Er lässt sie abends aufs Papier gleiten. Leiht dem Stift die Stimme Lilas. Geht auf die Reise mit ihr in seiner Phantasie. Die ist niemals so hart wie die Wirklichkeit, auf die sie trifft.

„Porno oder Nichtporno weiß ich nicht“, sagt Chimo und wir sagen das auch. Es ist viel mehr als eine pornographische Lesung. Es ist ein sehr heutiges Bild, das die Enge der begrenzten Möglichkeiten sprengen will und es am Ende doch nicht schafft.
Es ist ein Plädoyer für die aufrichtige Liebe.

Mitwirkende: Rüdiger Schlögel – Chimo, Solvig Frey – Lila,
musikalische Untermalung: DJ Veyx
sprachliche Dramaturgie: Philipp Schaller


mit dem „Lese-Café“ :

„Wer immer Wein getrunken…“

Seit über 2000 Jahren inspiriert der vergorene Traubensaft die Dichter. Neben den Frauen ist der Wein eines der Lebenselixiere, das die Poeten am meisten beflügelt; in Wort und Tat und als berühmte Trinker.
Mit Kurzgeschichten und Gedichten zur Lesung präsentieren Solvig Frey und Hans-Jürgen Scholz vom Lese-Cafe Dresden die Vielfalt in der „Wein-Seeligen“ Literatur.
Rainer Herbert Herzog begleitet musikalisch auf der Gitarre.


„Keiner ist’s gewesen“ – eine Krimilesung

Skurrile Kurzgeschichten und unglaubliche (Vor-)Fälle, die mal klassisch, mal elegant-modern der Aufklärung bedürfen.
Es ermitteln Inspector Hans-Jürgen Scholz und seine charmante
Assistentin Solvig Frey. Als verdeckter musikalischer Ermittler ist dabei:
Christian Mögel (e-piano).


„Kennen Sie Pratajev?“ – eine Lesung mit Musik rund um den russischen Kultdichter

S.W. Pratajev (1902-1961) „…, geboren im Dörfchen Kurtschinsk-Robersk im nördlichen Sibirien, gelang es einst, revolutionär-fiktive Romane in vielerlei Herzen zu schreiben. Seine sozialistisch-heldenhaften Figuren wurden zu Idolen und Idealen. Vor allem in der ländlichen, russischen Bevölkerung wurde er kulthaft verehrt…
Kurz vor Vollendung seines letzten Romans „In den Todeslabyrinten Kaszauliens“ starb Pratajev während einer Gruftbesichtigung …
S.W. Pratajev hinterließ neben Prosa und Lyrik auch „Medizinische Schriften“ und ging selbst als Figur in die Sagenwelt seiner Heimat ein. Neueste Forschungsergebnisse – nebst anekdotischem – wurden bereits in Büchern zusammengetragen.“

So nachzulesen auf der Internetseite der Pratajev-Gesellschaft e.V., die sich der Pflege des Andenkens des russischen Dichters verpflichtet hat.
Gemeinsam mit Holger Makarios Oley zeichnet Frank Pichelstein Bröker für die Herausgabe des Werkes verantwortlich.
Gleichwohl sind beide Künstler als Musiker für die Vertonung der Gedichte Pratajevs als The Russian Doctors bekannt.

In unserer Lesung werden wir sowohl die Wirkstätten Pratjevs, seine vielfältigen Beruf(ungen), u.a. als Mineralquellenbesitzer, Karusselführer und Hilfszahnarzt beleuchten und seine lyrischen Ergüsse für sich sprechen lassen.

Unter Beteiligung eines Erlenholzgitarristen und eines Sängers werden die literarischen Schönmalereien hingebungsvoll in russischer Manier begleitet.

Vortragende:
Hans-Jürgen Scholz,  Solvig Frey